|
GERT HAUCKE
(verstorben am 30. Mai 2008)
Zu Gast in Gehrden am 03. März 2000
Programm : Lesung aus seiner Erzählung "Mops und Moritz“
Aus dem Presse-Echo :
Einen besseren Auftakt hätte sich Gert Haucke nicht wünschen können. Herzlicher Applaus empfing den Schauspieler und Autor, als er mit seiner alten, braunen Aktentasche durch den Bürgersaal des Gehrdener Rathauses schritt. Zuvor hatte Horst Detlef Illemann vom SPD-Kulturforum Gehrden den 70-jährigen mit freundlichen Worten vorgestellt, und der Mime selbst gab vor ausverkauftem Haus noch ein paar Ecken und Kanten von sich preis.
Gert Haucke, 1929 in Berlin geboren, arbeitete als Liedersänger und Rundfunksprecher, bevor er für Film und Fernsehen entdeckt wurde. In seiner bekanntesten Hörfunkrolle "Papa, Charly hat gesagt..." war er der Vater eines aufgeweckten Jungen, der ihm Löcher in den Bauch fragt. Inzwischen kennt man Haucke aus vielen Fernseh- und Kinofilmen.
Der Tierschützer Haucke ist Hundefachmann. Fünfzehn Jahre lang war ein Mops sein treuer Begleiter. Seine wehmütigen Erinnerungen an "Kasper", der furchtlos und ohne Aggressionen war, hat er in dem inzwischen vergriffenen Buch "Elefanten weinen nicht" veröffentlicht.
Mit einer Geschichte über "Kasper" leitete Haucke denn auch den Abend ein. Anschließend las der Schauspieler aus seinem Buch "Mops und Moritz". Darin geht es um die dicke Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und seinem Hund. Mit dem ihm eigenen Humor und einer fast kindlichen Atemlosigkeit las der Künstler die hinreißenden Episoden seines Buches : erzkomisch, spannend, verrückt und voller Charme.
Bewusst lässt Haucke seinen Helden in der "Ich-Form" erzählen und bringt damit große Lebendigkeit in das Buch. Vollends identifiziert mit der Sprache eines kleinen Jungen bringt er das Publikum auf seine Seite. Man könnte glauben, Moritz selbst würde in Gehrden zu Gast sein. Nur ungern ließ das begeisterte Auditorium den Mimen ziehen und verabschiedete ihn mit einem lang anhaltendem Applaus. Feierabend war für Gert Haucke aber noch nicht angesagt ; Er musste noch zahlreiche seiner Bücher signieren, die die Zuhörer in der Pause in Massen erstanden hatten.
|